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S. Th. v. SoEivryiERiNG,
Indem ich mich hierauf zur Vermeidung von Wiederholungen beziehe, auch als bekannt voraussetze, dass einer der allergrössten Französischen Wundärzte, Desault nämlich, Gleiches lehrte, entlehne ich nur ein Paar neuere, meine Behauptung bekräftigende Zeugnisse, nämlich des hocherfahrnen Englischen Wundarztes Latta, und des berühmten Französischen Wundarztes Boy er.
Latta schreibt in seinem System of Surgery, Edinburgh 1795: In all the cases I have met with , and I have treated a great number 3 I never found a single instance of so great a growth of callus> as ever to be worth remarking.
Und Boy er im dritten Bande seines Werkes, des Mala- dies Chirurgie ales j Paris 1814> S. 82: On a dit que da ns la tendre enfance le callus croit ordinairement avec exces, et peut produire des difformites par Vaccumulation de la matiere qui la forme; mais V experience ne confirme point cette assertion qui nous paroit plutöt dictee par la theorie que fondee sur Vexperience et Vobservation.
Gesunder Callus, oder die Masse, welche getrennte gesunde Knochenstücke, narbenartig, wieder vereinigt oder zu- sammenkiiltet, ist in der That so wenig wuchernd, oder wird so wenig überschüssig erzeugt, dass man vielmehr meistens das Gegentheil wahrnimmt, nämlich etwas weniger Callus., als zur völligen Ausgleichung der aneinander haftenden abgerundeten Wundränder erforderlich scheinen möchte. Man bemerkt daher im Umfange der schönsten Bein narben kleinere oder grössere, mit der Knochenmasse, die man Callus nennt, unausgefüllte Lücken, sowohl an Knochen des Sche- dels, als des Rumpfes und der Gliedmassen 7 5 ).
75 ) Am Schedel, bei Platner de Aposceparnismo^ wieder abgedruckt in seinen Opusculis , Tom. i. Lips. 1749. pag. 75. Desgleichen bei Bonn. Jcones Ossium