über die geheilte Verletzung eines fossilen Hyänen-Schedels. i 5

9. Die ganz -vorzüglich zum Knochenzerheissen geeignete Beschaffenheit des Hyänengebisses beweisen gleichmässig in beiden Schedein aufs augenscheinlichste:

a) die Verhältnissen ässig zur Dicke geringere Länge der Eck­

zähne als beim Löwen oder Wolfe 44);

b) die auf fünf im obern und auf Tier im untern Kiefer

jeder Seite beschränkte Anzahl der Backzähne;

c) somit die zu dieser Anzahl der Backzähne passende Kürze

der obern und der untern Zahnreihe im Ganzen;

d) desgleichen die auffallend mehr als beim Löwen und

Wolfe gegeneinander gleichsam zusammengeschobene Stellung der beiden grössten Backzähne, besonders im Oberkiefer 45);

e) die Keilform der kurzen aber dicken Backzähne im All­

gemeinen ;

f) ganz insbesondere die allen Hyänen eigenthümliche, runde

Keilgestalt des dritten Backzahnes im Oberkiefer und des zweiten im Unterkiefer 46);

g) die, unter allen reissenden Thieren, bei den Hyänen am

meisten auffallende Hohe des vom Stirn- Seiten- und Hinterhauptbeine sich erhebenden Kammes, nebst der Dicke und Weite des, vom Oberkiefer, Joch- und Schläfbeine gebildeten Jochbogens, welche beiderseits zur Anlage sehr kräftiger Beissmuskeln dienen;

h) der, zur Befestigung dicker Genickmuskeln, von der Spitze

jenes Kammes, hinterwärts, bis zum Bückenmarksloche - absteigende Kamm des Hinterhauptbeines, welcher, zur

44) Siehe Tab. III. Desgleichen-*bei B u 6 k 1 a n d. PI. 4* PI. 5. und. PI'.'4a. Auf

l Pi. 6 - Fig. 4. verglichen min ifig; 5; / f ; ? ^ Ul

45) Ganz naturgetreu, auch in .natürlicher Grösse, ist dieser Umstand abgebüdeCbei Buckland PI. 5. fig. 4. Bei Cu vier. PP jCVII. fig. a. °

46) Son epine occipitale est plus gründe que dans aucun animalt C U v * 2 ^ 6 .