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S. T. V. SOEMMERRING,
mungen durch solch ein unverhofftes, wichtiges, neues Zeug- niss aus der Vorwelt aufs sprechendste bestätiget fand.
Herr Oberbergrath Nöggerath ll ) bemerkt in seinen Notizen über fossile Animalien: «Merkwürdig ist es, dass sich «unter den Zoolithen von Sundwich bei Iserlohn, in der «Sammlung des Herrn Bergeleven Sack viele krankhafte «Knochen finden. Hr. v. Walther fand geheilte Beinbrüche, «Beinfras u. s. w. Meines Wissens ist man bis jetzt noch nie «auf dergleichen krankhafte Zustände der urweltlichen Kno- «chen aufmerksam gewesen; das häufige "Vorkommen dersel- «ben bei den Hölenbären giebt den Beweis, dass letztere «furchtbare Kämpfe unter sich und mit andern grossen und «kräftigen Animalien zu bestehen hatten.*
«Es wäre interessant darnach zu forschen, ob ähnliche «Knochen aus andern Zoolithenhölen ebenfalls solche krank- «hafte Zustände zeigen, oder ob solche nur an gewissen Lo- «calitäten und unter besondern Umständen gefunden werden.”
«Unter einer bedeutenden Menge von Bärenknochen aus «den Gaylenreuther Holen habe ich keinen krankhaften be- «merken können.”
Fundörter fossiler Hy änenreste.
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Fossile Reste vorweltlicher Hyänen entdeckte man bis jetzt in oberflächlichen Erdschichten der Holen oder Rissen der Gebirge, und zwar auf dem Harze, in der Baumannshöhle, nach Kundmann I2 );
11) In Kästner’s Archiv für die gesaramte Naturlehre. Band 2. Heft 3 . Nürnberg 1824. Seite 525 .
12) Rariora Nalurae et artis, oder Seltenheiten der Natur und Knnst. Bresla a. 1757. Seite 43 *