Krankh. Erscheinungen am Hirn rc. *83

Die Zeichen des Wasserkopfs sind: Kopfschmerz, Stumpfsinn, convulsivifche Bewegungen, Zupfen an der Nase, Zähneknirschen wahrend des Schlafs, uber- laufende Rothe des Gesichts, Bewegung des Kopfs von einer Seite zur andern auf dem Kopfkissen, gelegentlich Seufzen und gegen den letzten Ausgang der Krankheit, Erweiterung der Pupillen und Schielen. Der Magen leidet gemeiniglich an Uebelkeiten und die Gedärme sind sehr schwer durch Purgirmittel zu reizen. Im Anfang dieser Krankheit ist der Puls schnell, aber regelmäßig; wenn aber die Krankheit weitere Fortschritte gemacht hat, wird er langsam und unregelmäßig; und gegen das letzte Ende derselben wird er wieder regelmäßiger und schneller. Schreitet die Krankheit nur nach und nach vor und der Kranke setzt dabey sein Leben Monate oder Jahre lang fort, so hat man in einigen Fällen die Verrichtungen des Gehirns, bis nahe an das Ende, weniger gestört gefunden, als man es hätte erwarten sollen.

Wenn sich Blut über eine von den Häuten des Gehirns ergossen hat, so befindet sich der Kranke mehr oder weniger in einem schlaffüchtigen Zustande, der dem Grade der Ergießung oder der verschiedenen Em­pfänglichkeit des Gehirns in verschiedenen Individuen, von Druck afficirt zu werden, entspricht. Unzähliche Veyspiele lehren, daß bey scheinbar gleichem Grade von äußerer Gewalt, die Verrichtungen des Gehirns in sehr verschiedenem Grade gestört werden.

Ergießt sich Blut in die Substanz des Gehirns, so entsteht Schlagfiuß, der von folgenden Zufallen beglei­tet ist, als: Schlafsucht, gewöhnlich schnarchender Athem; Lähmung? gewöhnlich der einen Hälfte des Körpers und öfters convulsivifche Bewegungen. Der Puls ist langsam, voll und gemeiniglich sehr kräftig. Wenn der Kranke nicht gleich stirbt, sondern noch einige