i6tz Vier und zwanzigstes Kapitel. .

Knochengeschwülste, die auf das Gehirn drücken.

Bisweilen bilden sich Knochengeschwülste an der Hirnfchaale, die auf einen Theil des Gehirns drücken. Die meisten bestehen gewöhnlich aus einer unregelmäßi­gen Masse, die aus Knochenfortsätzen mit Fleischsub­stanz, die die Zwischenräume derselben ausfüllen, ge­bildet sind. Mehrere Deyspiele dieser Art von Geschwül­sten finden sich in Or. Hunters Sammlung.

Bisweilen, jedoch sehr selten, findet es sich, daß alle Knochen der Hirnfchaale außerordentlich verdickt wurden und durch ihr Wachsthum in die Höhle, die das Gehirn enthalt, eingreifen. Ein merkwürdiges Beyspiel der Art findet sich in vr. Gunters Sammlung, wo die Knochen der Hirnfchaale wenigstens dreymal fs dick sind, als im natürlichen Zustande. Auch sind sie in diesem Falle viel schwammiger in ihrer Textur, als gewöhnlich.

Auch hat man an den Knochen derHirnfchaale ein Knötchen aus einer Substanz, welche das Ansehen von Elfenbein batte, sich bilden sehen, welches beträchtlich in die Kopfhöhle hinein ragte. Der Fall kommt sehr selten vor, doch findet sich ein dergleichen Präparat in Hr. Hunters Sammlung. *) Von welcher Art auch die Veränderung in den krankhaften Processen, die eine solche Structurabweichung in den Knochen der Hirnfchaale hervorbrrngen, seyn möge, ihre Wirkungen auf die Verrichtungen des Gehirns müssen beynahe

Kranken behandelte und die Erscheinungen nach dem Tode untersuchte.

Dieses,Knötchen von Elfenbein hat,fkf> in einer der Au­genhöhlen gebildet, Und ist) bin ungewiZ, ob fkfv nicht auch das Auge in diese Substanz verhandelt haben möge. _ Das Knötchen ist vom bedeutender Gro.se und ragt etwaS in die Höhio-dcr Hirrrschaale, hinter der Augenhöhle-hinein.