in v Dreyzehnteö Kapitel.

Ebendas. Z. 28-- sind. Bisweilen jedoch, bilden sich in den Nieren wahre Wasserblasen, ganz von derselben Art, wie diejenigen, welche man in der Leber findet. Ich hatte Gelegenheit, einen Fall dieser Art genau nach dem Tode zu untersuchen und ich will das, was ich fand, etwas genauer beschreiben. In einem Soldaten war die rechte Niere in einen Beutel verwandelt, der wenigstens drey Nößel Flüssigkeit auft nehmen konnte und nur ein sehr kleiner Theil am obern Ende der Niere selbst hatte feine natürliche Form be­halten. Der Beutel war von beträchtlicher Dicke, hatte dunkle Schichten; und auf seiner inneren Oberfläche eine knorpelartige Harte. Er war voll von Wasserbla­sen, die an Größe sehr von einander verschieden waren, einige von der Größe einer kleinen Orange, andere nicht größer als ein Stecknadelkopf. Einige von den kleineren lagen in kleinen,' auf der inneren Flache des Beutels befindlichen Höhlen. Ihre Haute ließen sich im Allgemeinen leicht in zwey Lagen absondern und waren anDicke in verschiedenen Wasserblasen ziemlich verschieden. Von dieser Verschiedenheit sam es, daß eine Wasserblase durchsichtig, die andere undurchsichtig erschien. Auch in einer und derselben Wasserblase fand sich oft eine Verschiedenheit hinsichtlich der Durchsich­tigkeit oder Undurchsichtigkeit ihrer Haute, an verschie­denen Stellen. Bey einigen Wasserblasen hing an der inneren Flache eine Traube von kleinen Wasserblasen, die wie kleine Perl^r aussahen ; bey anderen fanden sich Wasserblasen von beträchtlicher Größe, die frey in ihrer Höhle schwammen; noch andere enthielten nur eine Flüssigkeit. Die Flüssigkeit war in manchen durch­sichtig, in anderen glich sie der Molke. Einige von den kleinen Wasserblasen waren bey Lebzeiten des Men­schen, öfters mit dem Urin abgegangen. Da eine ver­mehrte Anstrengung der Muskelkraft der Harnblase nöthig war, um sie durch die Harnröhre zu treiben,