Krankt). Erscheinungen an der Leber. yr
die Bsuchwände von beträchtlicher Dicke sind. Vor- muthen kann man aber die Krankheit , wenn et« Gefühl von ttnwohlseyn in der Lebergegend, mit bleicher Gesichtsfarbe zugegen ist. Visweüen geschieht es wohl, daß man die Leber nach dem Tode hart gefunden hak, ohne daß man wahrend des Lebens Zeichen hätte wahrnehmen können^ welche die Gegenwart einer solchen Krankheit hätten muthmaßen lassen.
Es giebt keine Zeichen, welche die Bildung von Wasserblafen in der Leber besonders charakterifiren und diese Krankheit kann im lebenden Körper nur gemuth- maßt werden. ' Aus der Geschichte einiger Fälle dieser Art scheint es, daß Schmerzen im rechten Hypochon- drium fühlbar gewesen seyen; doch kann dieß auch von manchen anderen Ursachen herrühren.
In zwey Fällen, die ich selbst beobachtet habe, waren die Zeichen denen ähnlich, die bey einem Anfälle von Gallensteinen statt finden: nämlich deftige krampfhafte Schmerzen nahe an der Magengrube, öfteres Erbrechen, und Gelbsucht, mit einem nicht beschleuß nigten Puls. Diese Anfälle kamen in beyden Fällen, oft nach beträchtlichen Zwischenzeiten von ziemlich guter Gesundheit.
Wenn sich Wasserblasen auf die Substanz der Leber beschränken, so sehe ich nicht ein, wie es möglich ist, von ihrer Gegenwart Gewißheit zu erlangen; bilden sie sich aber an der äußern Oberfläche der Leber, nahe an ihrem obern Rande, so kann man ihre Gegenwart einigermaßen durch die Untersuchung, besonders ben mageren Personen, entdecken. Wenn jedoch die Bauchwände dick und die Wasserblasen oder ihre Balae nichr bestimmt sind, oder mit anderen in Verbindung stehen, und eine unregelmäßige Geschwulst bilden, so ist es kaum möglich, sie durch die Untersuchung zu entdecken. Bildet sich die Geschwulst allmählich und das allgemeine