Krankh. Erscheinungen an den Därmen. 79
tender Schmerz ein, besonders wenn der Kranke z» Stuhl geht, und gelegenheitlich sind auch symptomatische Schmerzen um das Kreuzbein und um die Hüften zugegen. Untersucht man die Stühle, so findet man sie gemeiniglich sparsam, mehr oder weniger plärr, öfters etwas schlangenförmig gestaltet und bisweilen mit Schleim, Eiter und Blut überzogen. Der Puls ist im Anfänge der Krankheit natürlich, aber gegen das Ende beschleunigt. Hat die Krankheit schon Fortschritte gemacht, so ist das Gesicht blaß, die Körperkräfte nehmen und der Körper magert sehr ab, und endlich sinkt die ganze Maschine zusammen.
Ist ein Geschwür des Masidarms auf die Blase fortgeschritten, so geht oft Luft zugleich mit dem Urin aö und der Urin ist bisweilen mehr oder weniger mit Darmkoth gemischt. Gewöhnlich werden auch heftige Schmerzen am unteren Theil des Leibes gefühlt. Der Puls ist bisweilen beschleunigt, bisweilen aber eben nicht freguenter als im gesunden Zustande.
Bey der Ruhr sind kneipende Schmerzen im Unter- leibe zugegen, die oft bis zu einem "hohen Grad von Heftigkeit anwachsen. Die Gedärme werden zu öfteren Ausleerungen gereizt und sondern gewöhnlich Schleim mit Blut gemischt, bisweilen aber auch weiße Masten, häutige Stoffe, Eiter und von Zeit zu Zeit Scybala ab. Die Ausleerungen sind mit Stuhlzwang, sowie überhaupt diese Krankheit mit mehr oder weniger Fieber verbunden.
Ist ein Polyp groß und liegt er so hoch oben in dem dicken Darme, daß er durch eine Operation nicht hinweggenommen werde» kann, so muß daraus endlich eine tödkliche Verstopfung entstehen.
Die Schwierigkeit,, den Darmkoth hindurch zu