78

Achtes Kapitel.

Schmerzen in der Geschwulst/ die sich über den Unter» leib verbreiten, Ueöelkeiten, Erbrechen, hartnäckiger Verstopfung, Hitze, meist frequentem , kleinen und har­ten Puls und gegen das tödkljche Ende der Krankheit tritt Schluchsen ein und es wird -eine gelbe Materie ausgebrochen. Die Uebelkeit ist, wie ich sie habe be­schreiben hören, bey weitem peinlicher als die gewöhn­liche Uebelkeit von einem verdorbenen Magen. Der Puls ist bisweilen in solchen Fällen nicht frequenter als im gefunden Zustands/ unMchM man die Entzün­dung der Gedärme nachher bey der Operation sehr be­trächtlich fand. Dieß ist eine wichtige praktische Beob­achtung, weil es scheint, daß man den Grad der Ent­zündung nicht nach dem Puls beurtheilen darf, und lehrt, daß man die Operation nicht verschieben soll, wenn die besonderen Bemühungen, den Bruch zurück zu bringen, fchlschlagen, vor Puls mag beschleunigt seyn oder nicht.

Wenn sich in Folge eines Geschwürs in den Ge­därmen eine beträchtliche Menge Eiters bildet, so er­kennt man dieß durch den Eiter, der mit dem Stuhl ausgeleert wird, und der öfters mit etwas Blut gefärbt ist. In den Gedärmen ist oft das Gefühl von heftigen Schmerzen und öfterer Drang zum Stuhl. Der Puls ist anfänglich oft nicht frequenter als gewöhnlich, in der Folge aber ziemlich beschleunigt. Der Appetit zum Essen ist gewöhnlich nicht sehr gestört.

Wenn der dicke Darm von Scirrhus ergriffen ist, so hat die Krankheit gemeiniglich einige Fortschritte gemacht, ehe cs der Kranke viel bemerkt. Anfänglich ist nur wenig Schmerz in dem kranken Lheile und der Kranke bemerkt nur, daß er verstopft ist, und daß er mit einiger Beschwerde zu Stuhl geht. Macht aber die Krankheit weitere Fvrtschrittch so stellt sich bedeu?