44 ' Fünftes Kapitel.
die Kranken starben. Bey der Leichenöffnung war weder eine Krankheit in dem Schlunde noch in der Speiseröhre zu bemerken. Wahrscheinlich war diese Unfähigkeit zu schlingen durch einige verknöcherte und nach hinten vergrößerte Knorpel hervvrgebracht, die auf die Höhle des Schlundes drückten. *)
Bey Geschwüren in der Höhle des Kehlkopfs, ist ein fixer Schmerz in der Gegend dieses Organs, Beschwerde beym Athmen, und der Kranke vermag nur leise zu sprechen. Diese Krankheit des Kehlkopfs ist Mit größerem oder geringerem symptomatischen Fieber verbunden.
Die Symptome, welche den Catarrh begleiten, sind zu bekannt, als daß ich nöthig hatte, sie anzuführen. .Wenn bey dieser Krankheit ein Gefühl von Wundseyn in der Mitte der Brust zugegen ist, so kommt Das von einer beträchtlichen Entzündung der inneren Haut der Luftröhre. Die Entzündung läßt bald nach, aber die vermehrte Absonderung der Drüsen der Luftröhre bleibt oft noch lange nachher zurück.
Die Entzündung der inneren Luftröhrenhaut, die man zuweilen bey Auszehrenden findet, dauert mehr oder weniger, während des ganzen Verlaufs der Krankheit, in den Lungen fort.
Die Zeichen des Croups sind: symptomatisches .Fieber, beschwerliches Athmen, ein schnaufendes oder krächzendes Geräusch beym Einathmen, heisere Stimme, und ein eigen-klingender Ton beym Husten; zu gleicher Zeit werden mitunter auch Portionen einer weißlichen
*) Dreß kam in einem Falle vor, denO. Travers von Ne war k in den Med. cliir. Transactions Vol. VH. Part. I. p. 151 u. 352 beschrieben hat. D. Fiobertson am Greenwich Hospital lhatte in einem oder zwey Fällen diese Unfähigkeit zu schlingen,
einige 2§hre zuvor mich beobachtet. ,