Krankh. Erscheinungen an d. Schilddrüse re. 4z

Den Scirrhus der Schilddrüse kann man von an- deren Geschwülsten derselben unterscheiden, durch große Härte derselben, durch gelegentlich hineinschießende Schmerzen in der Drüse, und dadurch, daß die Krank­heit meistens nur bey Personen von höherem Alter vor­kommt. Auch ist die Geschwulst beym Scirrhus selten sogroß, als beym Kropf.

Verknöcherung in der Schilddrüse kann man nur durch genaue Untersuchung des afficirten Theils ent­decken. Ist sie auf der Oberfläche der Drüse, so kann man die knöcherne Materie genau unter der Haut füh­len; liegt sie aber tiefer, fo fühlt man sie nur dunkel und bleibt über die Natur des Uebels in einigem Zwei­fel. Wenn es jedoch weitere Fortschritte gemacht hat, wird man es deutlich unterscheiden können.

Wenn die Knorpel des Kehlkopfs verknöchern, wird die Stimme heiser, auch vernimmt man bisweilen ein leises Flüstern. Dieß kommt daher, weil die Knorpel des Kehlko-pfs ihre Biegsamkeit verloren haben und da­her unfähig ju. den feineren Bewegungen geworden sind, was nothwendigerweise großen Einfluß auf die Stimme haben muß. In den Fällen, welche ich zn untersuchen Gelegenheit gehabt habe, waren die Bän­der, welche die Knorpel zusammen verbinden, natürlich beschaffen; wären sie verknöchert gewesen, so würden «lle Bewegungen des Kehlkopfs aufgehoben worden seyn. Sie, die Hauptinstrumente der Stimme, wür­den dann unbrauchbar gewesen seyn. Was aber die eigentliche Würkung einer solchen Verwandlung auf die verschiedenen durch die Luftröhre und den Kehlkopf vermittelten Töne seyn würde, düs ist sehr schwer zn bestimmen. In einigen Fällen, wo die Knorpel des Kehlkopfs verknöchert waren, beobachtete man ein gänzliches Unvermögen zu schlingen, als Folge dessen