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Fünftes Kapitel.

streckte und die Drüse unversehrt war. Dieß könnte zu der Meinung verleiten, daß zwischen der Schild­drüse und dem obern Theile der. Speiseröhre einige Verbindungsgänge existirten. Einige Anatomen haben sie schon vermuthet, aber ihre Existenz hat nie bewiesen werden können.

Die Schilddrüse in Knochen verwandelt. 8c )

Die Schilddrüse oder ein Theil von ihr, wird bisweilen bey alten Leuten in eine Knochenmasse ver­wandelt, doch aber kommt diese Krankheit selten vor. Sie ist, wie ich glaube, gewöhnlich ohne alle Folgen. Inzwischen sollte man doch vermuthon, daß eine solche Knochenmasse, bey unregelmäßigem Anwachsen, bis­weilen den Kehlkopf oder den obern Theil der Luftröhre so reizen könne, daß daraus. Entzündung, Eiterung imd endlich der Tod erfolgen müßte.

Kehlkopf. Die Knorpel des Kehlkopfs in ' Knochen verwandelt.

Die Knorpel des Kehlkopfs verknöchern zuweilen, in dem mittleren Lebensalter oder in einer späteren Periode des Lebens. Wenn die Disposition zur Ver­knöcherung in d.em Kehlkopf nicht sehr groß ist, so wer­den nur einige Theile der Luftröhrenknvrpel in Knochen verwandelt, wenn aber diese Disposition sehr mächtig ist, so werden alle Knorpel in Knochen verwandelt. Ist dieß der Fall, so werden sie zu einigen Verände-

Lo) Meckel cu a. O. besitzt die ganze Schilddrüse in einen gelblichen Knochen verwandelt, der etwas kleiner als die Drüse iin Normalzustände ist, aber übrigens durchaus ihre Gestalt hat.

In einem Falle lagen die bepden Lappen der Schild­drüse ganz von einander getrennt, und sehr weit nach hinten, mir rundlichen Säcken, welche eine weißliche, glänzende, gallerräbnliche Flüssigkeit enthielten. Braun- körnigte Masse, Meckel S. i 54 - - Mandelölähnliche

Flüssigkeit, Morgagni xxn.4. Gallertartige, klebri­ge Flüssigkeit, Stoll Rat. raed. Tora. I. p. 203.