Krankt). Erscheinungen a. d. Schilddrüse rc. 33
regelmaßigkeiten in der Gestalt des Kropfes zeigen sich gewöhnlicher in dem Theil von Savoyen, wo dieKrank- heit endemisch ist, als in Großbrittanicn.
Bey Leichenöffnungen findet man die auf solche Weise izu einem Kropf veränderte Schilddrüse aus vielen Zellen bestehend, welche eine durchsichtige, zähe Flüssigkeit enthalten. Diese Zellen sind verschieden an Größe in verschiedenen Theilen derselben Drüse und in verschiedenen Geschwülsten derselben Art, in verschieb denen-Individuen. Einige davon sind so groß , daß sie eine kleine Erbse fassen können, viele sind aber auch kleiner. Die zähe Flüssigkeit verwandelt sich, wenn man die Drüse eine Zeit lang in Weingeist legt, in eine durchsichtige Gallerte. Aus der Geschichte der krankhaften Structurveranderung, welche bey dem Kropfe statt findet/ scheint zu folgen, daß die Geschwulst von einer fehlerhaften und vermehrten Absonderung in dieser Drüse abhangt. Ist diese Absonderung stark, so dehnt sie nach und nach die Zellen aus, wobey ihre Capacität zunimmt, und diese Vergrößerung der Zellen bildet Geschwulst der Drüse m Allgemeinen.
Scirrhus der Schilddrüse.
Die Schilddrüse wird bisweilen scirrhös, doch ist sie zu dieser'Krankheit nicht so geneigt, als andere Drüsen des Körpers. Wird sie davon befallen, so nimmt sie an Größe, doch nicht sehr beträchtlich zn und fühlt sich hart an. Bey Leichenöffnungen hat man sie alsdann in ihrer Substanz verhärtet und etwas von cellulöftr Structur, wie bey dem Kropf, gefunden.
Diese Drüse schwillt auch an und wird hark, wenn sich Geschwüre an dem obern Theil der Speiseröhre bilden. Bisweilen erfolgt dieß auch bey Geschwüren der Speiseröhre, die sich auf die Schilddrüse fortsetzen. Dieselbe Veränderung hat man jedoch auch beobachtet, wenn das Geschwür sich nicht so weit er-
Anh. zu Barlie's Anat, £