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Drittes Kapitel.

man. das Brustfell beynahe trocken hätte nennen können. Der Grund davon lag entweder in mangelhafter Action der anshanchenden Gefäße des Brustfells oder in ver­mehrtem Action der Saugadern in ihm..

Verknöcherung des Brustfells. s? )

S. 35* Z. 22 . verknöchert. 6°)

Symptome.

Die Zeichen, welche eine Entzündung des Brust­fells begleiten, sind hinlänglich bekannt; .sie sind ein höherer oder geringerer Grad von symptomatischem Fieber; stechender Schmerz an irgend einer Stelle der Brust, mehrenrheils auf der Seite, welche beym Ein- athmen zunimmt; große Beschwerde beym Liegen auf der.kranken Seite; beschwerliche.Respiration; Husten, der anfangs trocken, nachher aber von Secretion und Expectoration eines von der inneren Haut der Luftröhre und ihrer Aeste kommenden Schleimes begleitet ist.

Oft scheint der Grad der Entzündung in dem Brust- feste nur geringe zu feyn, wenn die oben angegebenen Zeichen gar nicht oder doch nur so unmerklrch vorhan­den sind, daß sie übersehen werden. Wenn man die Brust Erwachsener nach dem Tode untersucht, so findet man meistens jn einem Theil derselben Verwachsungen, welche die Oberfläche der Lunge mit dem Theile des Brustfells verbinden, der die Seirenwande der Brust überzieht. Und doch sind- die angegebenen Zeichen der Pleurefie keinesweges so häufig vvrkommend. Es ist deßhalb wahrscheinlich, daß es leichte Entzündungen in dem Brustfell giebt, wobey gerinnbare Lymphe aus- sckwitzt und sich in der Folge Verwachsungen bilden, yhne daß die Kranken eine fühlbare Krankheit in der

59) BailUe Engvavipgs. Fase. 2. Plate 131. 1 . it. 2.

60) Eigentlich vcrknöcl'ert nicht das Brustfell, sondern der AeW- ff. der es an die-Nachbarschift heftet. Ha Ihr de e. h. Fabr. Tom. 6. p.-rM der viel« Fälle citire.