Kränkliche Erscheinungen am Herzen. 15
Erweitertes Herz.
Nicht selten findet man das Herz erweitert, oft in einer oder beyden Höhlen, oder oft in allen seinen Höh.' len. Bisweilen findet diese Erweiterung nur im geringen Grade statt, bisweilen ist das Herz bis auf das Doppelte oder Dreyfache seiner natürlichen Größe erweitert. Bisweilen sind die Muskelwände zugleich mit dieser Erweiterung auch verdickt, gewöhnlich aber sind sie so dünn, oder noch dünner als im gesunden Zustande. Meistens ist diese Krankheit des Herzens mit Verknöcherung oder Verdickung einer seiner Klappen verbunden und somit eine Folge des krankhaften Zustandes dieser Klappen. Oft kommt sie aber auch vor, ohne daß die Klappen oder andere Theile des Herzens krank sind. Irgend eine Ursache, die ein starkes und anhaltendes Hinderniß des Blutumlaufs durch die Lungen oder die Aorta, in der Nahe des Herzens hervorbringt, verursacht mit der Zeit eine Erweiterung in demselben. Die Höhlen des Herzens sind in solchen Fällen gewöhnlich mit zum Theil flüssigem, zum Theil in ein lockeres Coagulmi. verwandeltem Blute angefüllt.
S. 25. Z. 39. — worden. 51 )
S. 26. Z. 5. — gefunden. 52 )
der Erforschung der näheren Umstände viele, aber fruchtlose Mühe gab.
51) Portal. Vol. 3. p. 74.
52) Ansehnliche Verknöcherung auf der hintern Fläche des Herzens. Bailhe Engravings. Plate V. Fase. I. Dasselbe Präparat hat schon Watson abaebildet in den Medical Cominunications. Vol. I. — Verknöcherung ber Ar- teriarum coronariarum als Ursache der Angina' pectoris. Sam. Black in dem Vol. VI. der IVleiNOÜ'8 ok tne Viech §oc. of London. tZoz. — Eine ansehnliche Verknöcherung des Herzens schildert Burns vortrefflich , S. 131. Die Ohren waren fester und starker als gewöhnlich. — C. F. Michaelis verknöchertes Entenher;, in seiner med. vrakt. Blblioth. Götl. 1^5. Bd. 1. ist kein Herz, som
wern ein natürlich gebildeter Larynx von Margu«. —