Krankh.Erschem. am Hirn u.ftkn. Membranen. 259
die Verknöcherung in solchen Fallen an vielen Punkten dee Membran eintritt, um einen schneller» Fortgang zu machen; doch sammelt sich das Hasser zu schnell für selbige an, so daß Stellen der Membran, die nicht in Knochen verwandelt werden, übrig bleiben. 5 5 *) Wenn solche Erscheinungen im Wasserköpfe einrreten, so batte die Krankheit lange gewahrt, bisweilen einige Jahre lang.
Wasser bildet sich ebenfalls unter der Gefaßhant des Hirns, auf der Oberfläche des.Hirns, allein sehr selten in einer beträchtlichen Menge. Doch ist gemeiniglich zu der nämlichen Zeit eine größere Menge als natürlich in den Hirnhöhlen enthalten. * 5 2 )
Wasser findet man gleichfalls in geringer Menge zwischen der festen Hirnhaut , und der Gefaßhaut des Hirns. 5 5 3 )
Man findet Falle bey Schriftstellern, wo man Wasser zwischen der festen Hirnhaut und dem Schede! angetroffen haben will. *) Wegen der Beschaffenheit des Zusammenhangs zwischen dem Schedel und dieser Haut, sollte man nicht leicht eine Wassersammlung zwischen ihnen vermuthen,
zuverlaßig im frischen Zustande mit einer solchen Knorpel- haut ausgesüllt. — Dergleichen Stücke sah ich auch zu Erlangen, und bey Ludwig zu Leipzig, von dessen Güte ich auch ein paar zum Geschenke erhielt.
*) Lieutaud. Tome II. pag. 22g. 230.
;;i) Nicht nur dieses ist der Fall, sondern zuvcrläßig werden auch schon in Knochen wirklich verwandelt gewesene Stellen des Schedcls wieder zu Knorpel erweicht.
552) Dieses habe ich sehr oft, nicht nur bcv allgemeiner Wassersucht des Körpers, sondern auch ausser diesem Falle gesehen.
Man sehe hierüber die treffliche diesen Zustand ganz der Natur getreu schildernde Dissertation von Camerarius, de Apol'palmate piae Matris. Tubingae 1722.
553) Wasser zwischen der festen Hirnhaut und' Gefäßhaut des Hirns fand ich ebenfalls in beträchtlicher Menge ausser in einigen Kindern, auch irr Erwachsenen. — Einige Nofolo- gen nennen diesen Fall Apoplexia lerola.
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