242 Drey und zwanzigstes Kapitel.

Nymphe, bald beydeNymphen. Sind die Nymphen gar sehr erweitert, so geben sie beträchtlich über die Oderflache des Körpers hervor, und haben mit den Schaamlippen die nämliche Bedeckung, indem sie, durch die Berührung von der Luft, die feine gefäßreiche Bedeckung der natürli­chen Nymphen verlieren. Dieses ist eine monströse Bil­dung von keiner großen Bedeutung, außer wenn die Nymphen sehr groß sind; und selbst diese kann man durch . Kunst wegschaffen.

Zusammenwachsung der äußern Lippen.

Die zwey äußern Lippen werden bisweilen durch eine feine Verbindungslinie vereinigt, an deren vberm Ende sich dertzarnweg und der Kopf des Kitzlers befindet. Diese Art von monströser Bildung ist selten, und sehr leicht durch Kunst zu verbessern. Werden die äußern Lippen durch eine leichte Operation von einander getrennt, so sind alle dahinter liegenden Theile natürlich beschaffen, j. Die zwey Lippen werden bisweilen durch eine Fortft-

/ tznng der gemeinen Haut so vereinigt, daß ihre Gestalt sich gänzlich verliert. s ° 5 ) Dieser Fehler läßt sich auch durch Kunst abhelfen, denn innerhalb findet man die Theile gut gebildet.

Die äußern Theile, besonders die Innenseite der Nym­phen und der Vorhof. sind der Entzündung und Geschwü­ren von gemeinen Ursachen unterworfen; besonders von der Anbringung des venerischen Gifts. Diese Krankheiten, ob sie gleich sehr oft Bekümmerniß im Leben verursachen, werden jedoch selten nach dem Tode untersucht, und deshalb hier gänzlich von mir übergangen. 5 ° 6 )

Ich sah die rechte Nymphe über sechs §o!l lang, nnb wenigstens achtzehn Unzen schwer. Die Ursache dieser Ver­größerung schien mir venerisch.

Euren ähnlichen Fall hat Solingen in seinen Obferva- tionibus de Morbis Mulierum. Obfervatio. 20.

50z) Siehe Molmy ilti Journal de Medecine. loir? Zg.

506) Die sehr schönen, und wenigstens in guten Eremplarien auch sehr richtigen Abbildungen dieser Uebel mit naiürli-