Knochenmasie umgeben. Solche Dinge hat man gemei­niglich als sehr unvollkommene Schwängerungen angesehen; allein man hat einen guten Grund Zu glauben, daß sie ohne Vermischung der Geschlechter, statt finden können. Ich be­schrieb einen Fall in den philosophischenTransactivnen, * 8 4 ) wo es kaum möglich war, daß Schwängerung statt gefun­den haben konnte. Das Mädchen, in der diese Verwunde­rung des Eyerstocks gefunden ward, konnte allem Ansehen nach, nicht alter als zwölf oder vierzehn Jahre seyn; das Hymen war vollkommen, und der Uterus hatte noch nicht die Größe erreicht, welche zur Zeit der Mannbarkeit ge­wöhnlich ist. Auch fehlten die übrigen Zeichen der Schwan» Herschaft. Aus diesen Umstanden sollte ich den Uterus, zum Reiz der Schwängerung, für unfähig halten. Eine Ge­schwulst. die aus Jahnen und Haaren bestand, ward von dem berühmten Ruy sch '*) in seiner Sammlung aufge­hoben, von welcher er sagt, daß man sie im Magen eines Mannes fand. Ware dieses wahr, (und es scheint, daß man keinen Grund zu zweifeln hat , 48 s ) so setzt es meine Vermuthung außer allem Streit. Dieses Produkt konnte unmöakich unter solchen Umstanden einige Verbindung mit der Schwängerung haben, und wenn es ohne sie in einem Theil des Körpers entstehen kann, fo kann man keinen Grund angeben, warum es nicht auch in einem andern Theile ohne Schwängerung statt finden sollte. Diese Pro­dukte, sind weit häufiger in den Eyerstocken, als sonst irgendwo, wahrscheinlich weil der Proceß, welcher sie bildet, einige Analogie mit der Erzeugung hat, welcher die Eyer- stöcke wesentlich betrifft. Ich muß daher noch immer, aller der dagegen gemachten Einwürfe nugeachtet, bey meiner vvri-

*) Ruyjch Xom. a. Adverf. anat. Decade tertia.

484) Dieser Fall unser s Verfassers steht auch im London Medi­cal Juurual for thc Yt-ar UN zehnreu Bande.

48;) Ich mögte doch noch daran zweifeln, weil ich keinen zn- verlässigen ähnlichen Fall kenne.