Krankhafte Erscheinungen an den Eyerstöcken. 229

sie enthalten eine verschiedene Art von Flüssigkeit, und sind verschiedentlich mit einander verknüpft. Wasserblasen lie­gen entweder lose in Rücksicht irgend einer Verknüpfung zwischen einander, oder sie schließen einander reihenweis ein; oder kleine Wasserblasen hangen an den Häuten der großer». Die Balge des Eyerstocks hangen durch ziemlich breite Oberstachen seitwärts aneinander; wickeln einander nicht reihenweis ein; und scheinen keine analoge Fvrtpstan- znngskraft wie Wasserblasen zu haben, durch welche die kleinern Balge gebildet werden, die an den großer» befe­stigt sind. Es ist nicht unwahrscheinlich, daß diese Bälge, durch allmahlige Erweiterung der kleinen Bläschen gebil­det werden, welche einen Theil der natürlichen Struktur der Eyerstöcke ausmachen.

Eyerstöcke, die in eine fette Substanz verwan, delt sind, und Haare und Zähne enthal­ten. *3 3)

Die Eyerstöcke werden bisweilen in eine fette, mit lan­gen Haaren und Zähnen untermischte Substanz verwan­delt, welche von einer Kapsel umgeben wird, die aus einer weißen festen Membran bestehen. Die meisten Haare lie­gen los in der ferren Substanz, allein viele von ihnen hän­gen auch an der Innenseite der Kapsel. Zähne werden auch in ihnen gebildet; allein gemeiniglich sind sie unvoll­kommen, indem die Eckzahne (Fangs) fehlen. Die Zähne entstehen bisweilen 'unmittelbar von der innern Membran der Kapsel und sind öfters mit einer unregelmäßigen

482) Ueber die in den Eyerstöcken gefundenen Haare und Zähne besitzen wir die westliche mit Abbildungen versehene Ab­handlung von B l u m e n b a ch , de Nifu formativo et Gene- xatioms Negotio, Goettingae 1787. 4.

Aehnliche Falle hat Ha ller in den Elementis Phy- fioiogiae im achten Bande und Murray in einer eigcr iroi Dissertation über diesen Gegenstand gesammelt.

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