KrankhafteErschemung.a.d.Saamenblaschen.

Die Saamenblaschen sind an Größe in verschiedenen erwachsenen Körpern merklich verschieden, und wirklich ist es sehr gemein; daß das eine beträchtlich kleiner als das andere 41 s ) ift, allein mehr als einmal sah ich beyde so klein, daß sie nur wenig im Stande seyn konnten, die Ab­sichten zu erfüllen, derentwegen sie gebildet sind.

Eines von den Saamenblaschen fehlt bisweilen ganz und gar. Unter solchen Umstanden, sollte ich glauben, müßte der Saamenleiter auf derselben Seite am öftersten erweitert und geschlängelt seyn, indem er eine Art von Stellvertreter für sie wird. Dieß war wenigstens der Fall in dem Beyfpiele, das ich von dieser Art Bildung sah. Das Ende des Saamenleiters hat jederzeit eine den Saa­menblaschen gleiche Struktur, und macht deshalb diese Vermntbung sehr wahrscheinlich.

Die Saamenblaschen hat man auch scirrhös gesehen, doch ist dieß gar nicht gemein.

Zusätze.

I. Man sah die Saamenblaschen qefcdfojT^tt . 4 T 6 )

II. Ich fand ein Knochenstückchen an den Saamen­blaschen.

hi. Man fand Steinchen in den Saamenblaschen, die wahrscheinlich aus dem in ihnen befindlichen Schleime ent­standen waren. 417 )

*) Morgagni , Epift. XLVI. Art. Z.

415) Ungeachtet ich ebenfalls seht oft ein Saamenblaschen kleiner als das andere fand, so scheint es mir doch immer merkwürdig, daß in dem Falle, den ich besitze, wo ein Ho« den viele Jahre vorher weqgenommett worden war, das zu diesem Hoden gehörige Saamenbläschen nicht kleiner als das andere ist. Einen ähnlichen Fall bildet John Hun *> ter in seinen Ubfervations on 2nimal Oeconomy ab«

416) J~ Hunter\, on animal Oeconomy.

417) Siehe Hartmann und Matrhaei Differtatlo de Calculls Irl Veiica feminali. Francofurti ad Viadrum 176,5. Desglei­chen Hem man medicinisch-chirurgischeAufsätze, Berl.1778.

Bailr'e's Anaromie. ^