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Dreyzehntes Kapitel.
bloß hingeworfen, um einigermaßen als Führer den einer künftigen Untersuchung zn dienen, die diesen krankhaften Proceß ganz besonders bestimmt. Ein Umstand siel mir damals auf, und vielleicht ohne Grund, nämlich, daß dieser Proceß von heftigem Schmerz begleitet wurde. Wir erwarteu'uatürlicherweise bey Processen, die so langsam und gleichsam unmerklich vor sich gehen, daß der Schmerz unbedeutend seyn müsse.
'! ' ‘ Wasserbsaftn der Nieren.
Die Bildung der Wasserblasen ist keine seltene Krankheit in den Nieren. Bisweilen findet sich eine und andere ansehnliche Wasserblase auf der Oberfläche der Niere, welche zwischen ihrer Substanz und Haut liegt; bisweilen hingegen geht die natürliche Struktur einer Niere fast gänzlich verloren, und verwandelt sich in eine Masse von klei- neu Wasserblasen. 242) <^ n dem Falle übertrifft diese
Masse weit die natürliche Größe einer gesunden Niere. Diese Wasserblasen scheinen nicht von derselben Natur mit den Wasserblasen der Leber zu seyn; sie sind nicht in feste Sacke, wie die der Leber, eingeschlossen; auch sind ihre iSjaute dünner und weniger breyig, und nicht selten fast so . dünn,.als irgend eine Membran im Körper. Auch eütsinne ich mich nicht, ein Beyspiel gesehen zu haben, wo kleine Waffer-blasen an den Hauten der größer» in einer Niere befestigt gewesen waren, wie man oft in der Leber steht. Es ist also wahrscheinlich, daß die Wasserblasen der Nieren von einer veränderten Struktur dieses Organs abhangen, und nicht deutliche, orgauisi'rte einfache Thiere find.
248) Diese bcvden Falle habe ich auch beobachtet. — Ich fand • nämlich in einem, nongebornen Kinde statt der linken Nrere blvs ein Häufchen Wasserblasen.
F, G. Boje. Programma de Rene per Hydatides penitus deftru&o. Lipliae.
. Auch Metzger sah den Fall. — Siehe seine medicrinsch ' gerichtliche Bibliothek im zweytcn Bande, im ersten Stücke, Seite 8 y. und die angeführte Dissertation von O r h m. H e e r.
Alvey Falle stehen..auch im London Medical Journal im zwevten Band, Artikel Z.