Krankhafte Erscheinungen am Gekröse. 121

ner. Es ist daher ganz deutlich, wie der größeste Theil des Speisebreyes fortgettleben werden kann, und nur ein kleiner Theil nach außen vordringt, und daß man ganz dreist einen solchenAfker sich schließen lassen könne. 25 3 )

XVI. Ich sah den Schleim der Darme so zähe, dick, und fest zusammen hangend abgehen, daß er, wenn man ihn ins Wasser brachte, ein förmliches Rohr, das den Darm verstellte, bildete. 2S4 )

Wahrscheinlich sind verschiedene Molae inteftinorum nichts anders. 2 ")

Hieher scheinen mir auch Kampfs so genannte In- faretus zu gehören. 2 ) In sofern nemlich noch etwas wah­res an Hirsen Jnfarctus ist, so find sie wohl nichts an­ders, als wahrend des Verlaufs der Krankheit erzeugter Schleim, aber gewiß nichts in irgend einer Art von Gefä­ßen stockendes.

Meines Erachtens lassen fich diese Jnfarctus nicht ein­mal denken, geschweige, daß sie bey Leichenöffnungen ge­zeigt werden können.

Ich wenigstens habe mir nie einen Begriff von diesen Jn­farctus machen können, und sah mich, als ich das Kampfische Werk las und seinen Ideen nachging,bey meiner dermaligen Kenntniß vom Baue des menschlichen Körpers, in eine mir ganz unbekannte Welt versetzt. Doch finde ich, daß es andern praktischen Zergliederern eben so ging. 23 7 )

Daß seine Heilungsmethode hingegen, oder der prakti­sche Theil feinesWerks, von unendlichem Werthe ist, lehrt der Verstand und die Erfahrung.

25z) SieheF.IV Brec delmpetigine etAnoarfificiali duplici, Treviri 177 8- Heilung eines widernatürlichen Afters, De sau lt chirurgische Wahrnehmungen, Frankfurt «7-r. mit einer Abbildung. ,

254) Die Krankengeschichte dieses Fa'ls liefert Baldinger im neuen Magazin für Aerzte im dritten Bande, Seite 376.

Siehe Bauer de Moiis inteiiinoruTn.

256) Siehe sein Werk: Neue Methode, die Hypochondrie zu heilen, Leipzig *786'.

257) Siche Blumenbach mcdicinrsche Bibliothek, im zweytett Bande, Seite §4, rMd"S2ite 58p.

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