108 Achtes Kapitel.
Wurm. *) Die Zeugungsthekle, sind in beyden sehr verschieden; im Spulwurm, ist ein Unterschied der Geschlechter, die Zeugungstheile sind im männlichen und im weiblichen Wurm verschieden; im Regenwurm, sind die Jeu- guugstheile dieselben in jedem Individuum, weil das Thier ein Zwitter ist.
Das äußere Ansehen der Zeugungstheile, ist auf den ersten Blick ebenfalls äußerst verschieden. Im Regenwurm, be- stndet sich am vordernEnde, eine demtzirnmarke sehr ähnelnde ovale Masse,**) welche im Spulwurme fehlt. Dieses sind die Hauptverschiedenheiten, zwischen diesen beyden Thier arten, welche man bey einer sehr mittelmäßigen Aufmerksamkeit gewahr wird. Viele andere Verschiedenheiten, würden ohne Zweifel von Jemand gefunden werden, der ihre Zergliederung feiner verfolgen wollte.
B a n d w u r m. 223 )
Der Bandwurm sinder sich selten in den Darmen der Einwohner von England; allein er ist sehr gemein in einigen andern Landern, besonders in der Schweig. 224) Er besteht aus sehr vielen deutlichen Portionen, welche auf die Art mit einander verbunden sind, daß sie ein gegliedertes Ansehen erhalten; diese Glieder sind gemeiniglich von einer
*) Rahe am Kopf des Spulwurms, ist der Kanal enger als sonst irgendwo, auch der Theil deutlich abgegrenzt, welchen man für ö'en Schlund halten kann.
**) Was diese Substanz ist, weiß ich nicht; ich erwähne ihrer Aehnlichkeit mit derHirnmasse, bloß um sie deutlicher zu beschreibeu.
-23) Trefflich bildet den Bandwurm ab Götze am angeführten Orte, und zwar den langgliederigen — Taenia f 0 - lium— Tab. XXI. Fig. 12. — den kurzgliederigen — Taenia lata — Tabul. XXI. Figur, x. 2. 3. 4. 5. 6. 7. Siehe auch -P. C. F. Werner Vermium inteftinalium praefertinx Taeniae humanae brevis Expofitio. Lipüae 1782. nebst der
Continuation.
«24) Der langgliederige Bandwurm, ist in einigen Gegenden von Deutschland, der kurzgliedrige in der Schweitz desto gemeiner. In Mainz kamen mir beyde vor.