Spulwurm.

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welche an der untern Flache eines kleinen runden Köpfchens sich befindet. Auf seiner untern Flache, ist eine ansehn­liche mondförmige tzautfalte, in die sich der Kopf zurück­zieht, oder aus der er sich vorschiebt, welche dem Spul- Wurm gänzlich fehlt. Der After des Spulwurms, öffnet sich auf der untern Flache des Wurms uicht weit von sei­nem hintern Ende, als eine gueer laufende krumme Spalte; der After des Regenwurms, öffnet sich mit einem ovalen Loche, gerade an seinem Ende. Die äußere Bedeckung oder Haut des Spulwurms, ist weniger fleischig, und nicht so stark mit Queerrunzeln bezeichnet, als im Regenwurm. Am Regenwurm sieht man oft ein breites, weißes Band 22 *) seinen Körper umgeben; allein am Spulwurm fehlt er gänz­lich. An jeder Seite des Spulwurms, befindet sich ein« sehr deutliche, der Lange nach laufende Linie; am Regen- Wurm, zeigen sich drey längliche Linien an der oben, Halft« seiner Oberfläche; allein sie sind so schwach, daß man sie kaum bemerkt. Der Spulwurm hat nichts einem Fuße ähnliches; der Regenwurm hingegen, hat an seiner untern Flache und gegen sein hinteres Ende, zu beyden Seiten, eine doppelte Reihe von Fortsätzen, 222 ) die dem Auge und dem Finger sehr merklich sind, und offenbar bey seiner Fortbewegung als Füße dienen.

Die innere Struktur beyder Thiere, ist ebenfalls äußerst verschieden. Im Spulwurm, ist der Darm­kanal sehr einfach, und dem Ansehen nach glatt von einem Ende bis zum andern; im Regenwurm, findet sich ein weiter und zusammengesetzter Magen, welcher aus drey Höhlen besteht; sein Darmkanal ist gleichfalls weiter, und mehr in Säckchen gebildet, als im Spul-

221) Dieß ist der so genannte Sattel, der bev unfern Regem Würmern gelblich, nicht weiß, aussicht, und den Murray am angegebnen Orte, trefflich abbildet.

222) Diese Stacheln, zeigen sich nicht bloß gegen sein hinteres Ende, sondern der ganzen Lange nach, und zwar zu jeder Seite zwey doppelte Rerhcn, oder in allem acht Reihen von Stacheln.