Kränkliche Erscheinungen am Herzen. ti

zens, 23 ) allein ich glaube, sie sind äußerst selten. Noch seltner geht das .Herz in kalten Brand über, vb man gleich diesen Fall ebenfalls beobachtet hat. # ) 24 )

Vey Leichenöffnungen sieht man gar oft auf der Ober­fläche des Herzens einen weißen undurchsichtigen Flecken, gleichsam eine Verdickung des Ueberzugs vom Herzbeutel, bisweilen hat er einen halben, bisweilen mehr als einen ganzen Zoll im Durchmesser. Gemeiniglich sindet er sich auf der Lungenarterienkammer, sehr selten auf der Aorten­kammer , oder den Herzohren (Venensacken), wiewohl er sich gelegenheitlich auf beyden findet. 2S )

Dieser Flecken besteht aus einer fremden Membran, welche auf einem Theil der das Herz bekleidenden Fortse­tzung des Herzbeutels gebildet wird, und sich leicht so ab- lösen laßt, daß diese Bedeckung unversehrt bleibt. Diese Erscheinung, glaube ich, ist von keiner Folge, und so sehr gemein, daß sie schwerlich als eine Krankheit angesehen werden kann.

*) Lieutaud. Tome 2. S. 33*

23) Ich sah bey Monro den Fall, der ihn auch in seine* Sammlung aufhebt, wo in der Scheidewand eines erwachse Uen Herzens sich ein Loch zeigt, das einen kleinen Finger durch laßt, das aber mit einem Pfropfe von geronnenem Blute verstopft augetrvffen wurde.

24) Wahrscheinlich gehört hieher der Fäll, den Morand in

dem iVternoires de lAcademie des Sciences ä Paris armes

1732- Seite 594 beschreibt. Er fand nämlich in einem plötzlich gestorbenen Manne das Fleisch der geborstenen Aortenkammer so welch, daß die Sonde bloß durch ihr eigenes Gewicht überall, wo er sie hinlegte, durchdrang.

Schwerlrch kann das Her; im Brande weicher werden, ohne zu seinen Verrichtungen ganz untauglich zu werden.

2$) Da ich solche Flecken sehr oft sah, und selbst mehrere Bey- spiele davon aufhebe, so muß ich noch hinzufügen, daß bis­weilen mehrere, größere und kleinere Flecken sich zugleich finden, und daß sie auch bald dicker, bald dünner sind.