XVI

Vorrede

Uebergabe man anatomische Anstalten nur solchen Männern, die im A l b i n'schen, oder Campe r'schen, oder Hunter'schen Geiste arbeiteten, so würde die Pathologie zuverlässig mehrere Fortschritte gewonnen haben.

Allein die vorhin berührten Umstande scheinen die wahren Ursachen zu seyn, warum die in unsernTagen gar nicht seltenen Leichenöffnungen doch so wenig zum Aufschluffe der Pathologie beygetragen haben. Man weiß meistens nicht Was noch W i e man suchen soll z man zerfetzt den Leichnam nach hergebrachtem Zunft­gebrauch, wundert sich, daß man nichts besonders antrifft, und verliert die Lust, sich mit dergleichen, doch zu nichts führenden, beschwerlichen Beschäfti­gungen abzugeben.

Mehr als einmal erhielt ich die Reste nach soge­nannten legalen Sektionen, an denen ich ohne fer* uern Schnitt, durch bloßes Gesicht und Gefühl die Ursache der Zufälle entdeckte und öffentlich zeigte. Wie selten sind nicht Obductionsberichre, die man zweckmäßig oder entscheidend nennen kann.

Keine Anweisung, zu seciren, kann hier aushel­fen. Solche Dinge lassen sich nicht lehren; für solche Falle kann man keine Anweisungen schreiben. Ueberlegung bey vorkommenden Fällen, und ein nach der Krankheitsgeschichte modificirter Plan zur Unter­suchung, der während der Untersuchung selbst nach

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