XIV

Vorrede

he rer Betrachtung weit anders finden würde, als man bis jezt ans Treue und Glauben annahm.

- Indessen wird man häufig bemerken, daß selbst Aerzte und Wundarzte das Aufbewahren pathologi­scher Gegenstände nicht achten, oder gar bespötteln; vielleicht, weil sie theils ans Bequemlichkeit, oder ans ungegründerer Aengstlichkeit das zu überwindende Unangenehme bey ihrer Erlangung fürchten, oder aus Trägheit die Mühe bey der Bereitung scheuen, oder aus Unvermögen die Kosten nicht bestreiten kön­nen, oder aus anderweitiger Liebhaberey oder Spar­samkeit nicht daran wenden wollen, rheils weil sie aus Schlauheit besorgen, mir unverzeihlichen Verse­hen in Erkenntniß der Krankheit sich bloß zu stelle», oder weil sie aus Abgang hinreichenderKenntniß der gesunden Einrichtung des Baues unserS Körpers oder ans Mangel an Geschicklichkeit sich nicht ge­trauen, oder nicht im Stande fühlen, dergleichen Nachspürungen anzustellen und zu beurtheilen, und aus Klugheit sie andern nicht überlassen dürfen, oder weil e'.rüge in der schuldlosen Einfalt ihres Herzens die Wichtigkeit des Nutzens davon nicht einzusehen vermögen.

Vielleicht ist auch die Nichtachtnng sogenannter pathologischer Präparate die eigene Schuld der Zer­gliederer von Profession, wenn solche ohne Verstand, ohne Geschmack, und ohne allen rühmlichen Zweck