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sich ans obere Brustbein setzt, länger, aber schmäler, als gewöhnlich, folglich auch den Raum zwischen ihrer Sichel, dem Wirbelkörper und dem oberen Brustbeine merklich weiter, zum offenbaren Beweise, daß dieser Knochen für eine Ribbe dient, und die Brusthöhle bilden hilft.
Findet sich hingegen unten eine dreyzehnte Rib- be, so ist sie oft so vollkommen einer gewöhnlichen zwölften ähnlich, daß sie ihr an Stärke und Länge nichts nachgiebt; die zwölfte aber ist alsdann größer und länger, als gewöhnlich.
Bisweilen findet sich ein länglicher flacher Knochen an dem Wirbel unter dem zwölften Ribbenwirbel, der so wie die obere überzählige Ribbe, ein Mittel zwischen einer dreyzehnten Ribbe und dem Queerfort- satze des ersten Lendenwirbels zu halten scheint, oder den Uebergang von einer Ribbe zu einem Queerfort- satze macht.
Man will sogar fünfzehn Ribbcn im Menschen gesehen haben 4 .
Aber auch den entgegengesetzten Fall, wo nur eilf Ribben Vorkommen, sieht man zuweilen; doch findet man, daß alsdann bisweilen alle Ribben durchaus ungewöhnlich breit und stärker scheinen, als sie
4) Bertin. Osteol. pag. 142.