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ERKLAERUNG
DER
VIERTEN TAFEL.
"Diese Tafel zeigt im Allgemeinen: die Vertheilung der Augenarterie an die Muskeln und an den Apfel des linken Auges (in der ersten und zweyten Figur), den Zusam- menflufs der Venen, die von dem Apfel, den Muskeln und der Thränendrüse kommen (in der vierten und fünften Figur). Die verhältnifsmafsige Gröfse, Gestalt und vordere Einfügung der vier geraden Muskeln des Augapfels nebst den Stämmchen derjenigen Arterien, die sich auf dem Weifsen des Auges zu zeigen pflegen (in der dritten Figur).
Die Arterien, welche in der ersten und zweyten Figur erscheinen, sind nach einem erwachsenen starken männlichen Körper abgebildet, dessen Arteriensystem ich fein, aber mäfsig ausgesprützt hatte, so dafs die Arterien des Auges kaum über ihrem mittleren Durchmesser ausgedehnt wurden.
Besondere Sorgfalt verwendete ich darauf, dafs diese Arterien bey der Zubereitung und Abbildung so wenig als möglich aus ihrer T .age geriethen. Ich wollte daher lieber einige Muskeln zerschneiden und zurücklegen, auf deren Lage es bey dieser Zeichnung ohnehin gar nicht ankam, als die Hauptform der Zerästelung des Bäumchens der Augenarterie verändern.
In der nämlichen Absicht liefs ich blos die vorzüglichsten und wichtigsten Aeste und Zweige der Augenarterie darstellen, weil sonst zu gehäufte Reiser eine deutliche Ueberschauung derselben im Ganzen gar leicht gehindert hätten.
Wenn folglich diese Tafel blos die Hauptvertheilung der Augenarterie zeigt, so zeigen andere Tafeln, theils ihre fernere, theils ihre feinste Verzweigung. So zeigt die erste Tafel hin und wieder ihre Zweige in der derben Haut oder auf dem Weifsen des Auges; so die zweyte Tafel ihre Verbreitung in den Augenliedern; so die fünfte Tafel ihre Verbreitung innerhalb des Augapfels; so die sechste Tafel ihre Verbreitung in der Gefäfshaut, in der Blendung, in der Nervenhaut, Linsenkapsel und Pupillenmembran, unter ansehnlicher Vergröfserung; so die siebente Tafel ihre Verbreitung in die Beinhaut der Augenhöhle und Thränendrüse; so die achte Tafel, ihre Verbreitung auf dem Sehenerven und in der Gefäfshaut. Nimmt man daher diese Abbildungen zusammen , so wird man kaum einen erkennbaren merkwürdigen Zweig der Augenarterie vermissen*
Insbeson-