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liehen Stellen, an denen seine Bewegen gsmaschineu, die Muskeln, haften, und die wahre Lage und Beschaffenheit der Nerven, durch welche unser Wille die Spannkraft dieser Muskeln regiert, bestimmen zu können, mufste der knöcherne Behälter, in so fern diese Umstände von ihm abhangen, genau dargestellt werden.
Vierte Tafel. Die natürliche Ordnung erforderte hierauf, zum Innhalt der vierten Tafel , die nähere Betrachtung der beweglichen Enden dieser Muskeln und ihres Verhältnisses sowohl zum Augapfel als gegeneinander, nebst der Ueberschauung dieser Muskeln im Ganzen. Sollte keine Lücke in der Kenntnifs dieser Theile übrig bleiben, so mufsten nun die Blutgefäfse nicht nur dieser Muskeln, sondern auch der Augenhöhle überhaupt, um so mehr gezeigt werden, als manche Figuren der folgenden fünften und alle Figuren der sechsten Tafel die Fortsetzungen oder die feineren Enden dieser Blutgefäfse abbilden.
Fünfte Tafel. Nach diesen Untersuchungen gelangt man sodann zum Flauptgegenstande oder zum Augapfel selbst, auf welchen alles Vorhergehende auf die Art seinen Bezug hatte, dafs es ihm gleichsam untergeordnet, theils zur Sicherheit und Verhüllung (Tab. i.), theils zur Anfrischung und Durchsichtigkeit (Tab. 2 .), theils zur Richtung und Bewegung (Tab. 3.), theils zum Wachsthum und Ernährung (Tab. 4-) diente. Dieses unmittelbare Organ des Sehens zeigt die fünfte Tafel, sowohl nach senkrecht entgegengesetzten Durchschnitten im Ganzen, als auch nach der Zerlegung in seinen einzelnen Theilen, mit einer Richtigkeit, Deutlichkeit und Vollständigkeit, die ich bey meinen Vorgängern in diesem Fache vergeblich suchte. Wie wahr diese Behauptung ist, wird im Texte durch ein Paar auffallende Bey- spiele bewiesen.
Sechste Tafel. Von den Bemühungen, noch weiter als unser blofses Auge, die Beschaffenheit des Augapfels zu erfor-