fujtfen an der Lambdanaht, die daher bisweilen doppelt oder drepfach erscheint; seltner ist die Pfeil- naht oder Schuppennaht doppelt. Auch an den Flügeln des Grundbeines, und selbst an den Gesichts» knochen, finden sich solche ungewöhnliche Nähte; z.B. am Nasenfortsatze des Oberkiefers u. s. f.
Do aber die Lage, Zahl, Gestalt, Größe, und selbst das Daseyn dieser Knochenstücke höchst unbeständigist, und sie zum gewöhnlichen oder regelmäßigen Baue nicht gehören; so werden sie auch nicht in die Zahl der Kopfknochen ausgenommen, sondern als ein ungewöhnlich abgesondertes Stück desjenigen Kopfknochens betrachtet, zu dem sie in Ansehung ihrer Lage größtentheils oder gänzlich im gewöhnlichen Falle gehören würden *.
Im reifen Kinde sind noch die sogenannten Fontanellen zu bemerken: nämlich
die vordere oder größere Fontanelle (ante»
5) Ueber ungewöhnliche Nahte s. van Doevereii Obs* acad. und Sandiforts Obs. anat. path. Lib. 3. Tab. 9. die auch die besten Abbildungen liefern. Mauchart Eph. nat. cur. Dec. Z. ann. 4. p. 147. sah an einem
Kopfe zugleich die Stirn-, Pfeil - und Lambdanaht doppelt. Die Litteratur über diesen Gegenstand s. Lose.
Progr. de suturarum cranii humani fabricatione et
usu Lips. 1763. Es ist fast keine Naht, an der ich nicht Zwischenbeinchen vor mir sähe; auch ist mir fast keine Varietät bekannt, die ich nicht in der Natur besäße.