Schuppennähte die Scheitelbeine hauptsächlich von den Schläfebeinen.

§< 349 '

Nur wo dünne Knochen zusammenstoßen, setzen die Nähte senkrecht durch die Knochen: wo sie hinge­gen dicker sind, setzen sie nicht nur schief durch die Knochen, sondern wenden auch mehrentheils ihre Flächen so, daß ein Theil des Knochenrandes den benachbarten Knochenrand bedeckt, ein anderer Theil allmahlig von demselben bedeckt wird. Auf diese Art wird die Kranznaht, die Schuppennaht u, s. f. viel fester.

Allemal aber sind die Nähte, so kraus sie auch auf der auswendigen Seite scheinen, auf der innwendi- gen viel einfacher, und einer Harmonie ähnlicher.

§, 250. *

Der Nutzen dieser so und nicht anders beschaf­fenen Abgranzung der Schedelknochen ist wahrschein­lich 3 : um das Wachsthum des Schedels im Um-

5) Die Sätze dieses §, sind meines Wissens neu und von mir zuerst vorgetragen worden, z) Um dem Fortlaufen zufälliger Knochenspalten von äuße­rer Gewalt Einhalt zu thun, dienen die Nahte wohl in Erwachsenen nicht, wie die Erfahrung an lebendigen und tobten Körpern lehrt: denn im frischen Anstande halten sie an den Nähten so fest zusammen, daß ein Sprung von einem Knochen in den andern/ durch diese Gränzen ungehindert fortlüuft. Auch ein wenig Ueber-