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WachSth um der Aähne im Allgemeinen.

§. 2Z0.

In Embryonen von der neunten und zehnten Woche sieht man zwar eine Höhlung in beyden Kie­fern: allein weder die Spur eines Knochenkernes, noch eine Abtheilung eines Faches, sondern nur eine dicke, in einer gefäßreichen Haut eingeschlossene, ein­förmige, gleichfalls gefäßreiche Gallert Gegen den fünften Monat erscheinen in dieser Gallert kleine, einfache, dünne, hohle Scheibchen oder Scherbchen als Anfänge von den Kronen der künftigen Schneide - und Eckzähne, und mehrere eckige Stückchen für die Backenzähne. Diese einigermaßen den künftigen Kronen ähnelnden Anfänge (Rudimente) der Zähne, die nicht gleich so hart, als der nachherige erst später sich herumlegende Schmelz sind, erscheinen mit einer- gefäßreichen Haut überzogen, durch die sie im Boden der Zahnfächer befestigt werden, ob sie gleich von ihr übrigens ganz abgesondert liegen.

Diese Haut ist in einem neugebohrnen Kinde ziemlich dick, und läßt sich in ein äußeres, schwam­miges, gefäßloses, gleichsam lederartiges, und ein inneres/ festeres, gefäßreiches Blatt theilen.

f ) In so fern kann man einigermaßen sagen, daß auch die Zähne, wie andere Knochen, vorgängig knorpelig sepen-