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Beweisen etwa die Weichwerdung der Zähne in Kindern, oder die Geschwülste an den Zahnwurzeln, daß sie doch Gefäße haben ?

Bisweilen kann man an Zähnen die zu verderben anfangen, nicht füglich an ganz gesunden noch unver­sehrten Zähnen von außen, besonders gegen die Spitzen ihrer Wurzeln zu, eine dritte durchsichtigere, weichere, ins Gelblichbraune ziehende, hornartige Substanz wahrnehmen, die jedoch meist durch keine Scheidungs- linie von der knochenartigen sich auszeichnet, sondern nur die in ihrem Umfang durch Verderbung erweichte knochenartige Substanz selbst zu seyn scheint, und daher sich auch wie andere erweichte Knochenmasie, oder wie selbst diese durch sehr schwache Salpetersäure aufgelöste knochenartige Zahnsubstanz, mit dem Meffer schneiden läßt 7 .

Höhlen der Zähne.

Die Hohle der Zähne entspricht gewöhnlich ihrer äußeren Gestalt 8 »

7) Kemme am ang. Orte. S- 96. meynt, daß die Gal­lert des Zahns gerinnbarer und fester als in den übrigen Knochen sey. Ich habe bey meinen Versuchen, in welchen ich ganze Kinnladen mit allen Aäbnen in ver-- schiednen Sauren auflöste, dies nicht so finden können. Nur muß man nicht Kinderknochen wählen.

8 ) Albinus in den Amiot. acad. Lib. 2. hat die Höhlen der Zähne am genauesten abgeblldet.