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und über und neben selbiger eine Rin ne, die bis­weilen löffelförmig ist, und den Spanner des Paucken- fells aufnimmt.

Hinter dem halb ovalen Fenster, doch etwas mehr auswärts, springt das Ende eines Röhrchens (Emi- nentia pyramidalis) vor, in welchem, wie in einem Futteral, der Steigbügelmuskel liegt, das geöffnet die Spindelform dieses Muskels verrath, und mit dem Kanal des Antlitznervens zusammenstößt; noch mehr nach außen die Mündung des Canals für den vom Antlitznerven zum Zungenast des fünften Nervens ge­henden Faden (Chorda Tympani)} über diesem zeigt stch die den äußern Bogengang verrathendeErhöhung.

Zwischen diesem Röhrchen, dem Vorgebürge, und dem ovalen Fenster, zeigt sich eine ansehnliche Ver­tiefung.

Labyrinth.

§. 138.

Der Labyrinth oder die Höhle der Pyramide besteht im Kinde im Mutterleibe im sechsten, siebenten und achten Monate aus einer eigenen, gleich dicken, , zarten, spröden, inwendig, und, wenn man frühe ge­nug, z. B. im sechsten Monat untersucht, auch meist auswendig glatten Schaale, um welche zunächst eine eigene schwammige, spröde Substanz liege, die in die