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krümmt, etwas abhängig in die Löcher für die Sehe­nerven und Augenarterien über, die sich in der Wurzel des oberen Flügels finden welche von der Basis abgeht. Anfangs oder hinten sehen diese Löcher zu beiden Sei­ten, vorzüglich an der inneren Seite, winklich aus, bis sie im Fortgänge allmählig rundlich werden.

In der Basis findet sich eine rechte und linke Höhle (Sinus sphenoideus) , die durch eine dünne senkrechte Scheidewand getrennt werden, und wie die Stirnhöhlen an Größe und Gestalt sehr verschieden sind; bald ist die rechte, bald die linke weiter; bald sehen sie fächrig aus; bald steigen sie bis in die oberen Flügel hinauf, bald umgekehrt bis zum Rückenmarks- loch hinunter. Sie öffnen sich vorwärts mit einem rundlichen Loch, in den oberen Nasenhöhlengang; bis­weilen ist nur eine offen. Bey jungem, doch auch bis­weilen bey ausgewachsenen Personen zeigen sich statt Der Höhle nur Markzellchen. Bisweilen ist diese Höhle UNteN blos durch die Tuten (Cornua sphenoidalia) Keschlossen 4 . Selten sieht sie durch ein Loch im Sat­tel mit der Hirnhöhle in Verbindung 5 ,

4) Boehmer Tnst. osteol, Tab. 4. fig. 5.6.7.

5) Haller Icon. Fase. 4. Tab. narium intern. n»ta II.)

Bisweilen findet sich auf dem Sattel zur Seite ein be­trächtliches Loch, das in einen Canal führt, der schief nach unten und vorne lauft, und sich im oberen Theil der fossae pterygoideac öffnet. Danz Brief 1; May 1792.