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Knochenstücke zu bilden an, indem sie anfangs nur das Ansehen einer einfachen gezackten, oder sehr ge­krümmten Linie haben, die allmähflg durch Auftra­gung der Knochenmasse auf die Oberflächen, (beson­ders auf die auswendige) immer krauser oder ver­wickelter wird, so daß alle Nahte auf der inneren Seite des Schedels sehr viel einfacher, als auf der äußern erscheinen. Die Rinden also, die zwischen sich die Markzellen übrig lassen, werden daher allmah- lig dicker. Zu gleicher Zeit wird nicht nur die innere Oberfläche dem scharfer ausgebildeten Hirne, den er­weiterten Gefäßen, und der dicker gewordenen Hirn­haut so genau angepaßt, daß sie einen Abdruck dieser Gefäße und der Windungen des Hirnes darstellt; son­dern auch die äußere Oberfläche wird hin und wieder rauher, und laßt nun die Anlagen sogar der einzelnen Muskeln erkennen. Ja, in der Substanz selbst, des Stirnbeines, Riechbeines, Grundbeines, und Schlä­febeines, bilden sich durch Wegnahme der Knochen­masse aus der Mitte und Ansetzung neuer Masse rings umher an den Rändern, attmählig, ansehnliche Höhlen.

Verhältnismäßig werden daher alle Schedelkno- chen am frühesten vollendet. Noch viel beträchtlicher wachsen die Gesichtsknochen, indem ringsum ihre knorpeligen Ränder zunehmen, und attmählig in Kno­chen übergehen. Der Unterkiefer verschmilzt im ersten