her man glaubte, Knochen entstünden, indem sich im Knorpel die Arterien verknöcherten: allein das in­wendige Netzwerk der Knochen hat dennoch im Gan­zen nichts einem Arteriennetze ähnliches. Im Grunde erklärt dies auch nichts; denn weiß man , wie eine Arterie verknöchert , so weiß man auch, wie dies mit dem Knorpel zugeht.

§. Z2.

An andern Stellen, z. B. der Kniescheibe sieht Man, wenn die Knochenbildung im Knorpel etwas weiter gelangt ist, ein Klümpchen Knochenmasse in der Mitte erscheinen, welches Einigen dünkte, als wäre die Knochenmaterie aus der Arterie hervorge­quollen; daher man glaubte, der Knorpel gienge in Knochen üben, wenn die durch Knochenmaterie ver­stopfte Arterie endlich platzte. Allein nicht zu geden­ken, daß die Einsprützung offenbar beweist, daß diese Arterien bisweilen noch offen, nicht immer verstopft 1 sind, so hat Niemand noch l) den Riß in der Arterie gezeigt (ausgetrocknete Stücke entscheiden hier nichts). 2) Ein solches sichtbares Knochenklümpchen entsteht ja nicht auf einmal, sondern wenn wir es sehen, ist

*) Selbst in den angeführten Abbildungen, besonders Figur 5. sieht man nach oben zu, in guten Abdrücken, noch jen- seit der sogenannten Anfüllung die Arterien fvrtlaufen. Sieh Jo Hann Chriftlieb Kemme Zweifel wider die.

' Ernährung der festen Theile. Halle r?78. Seite 4«.