Sie widerstehen länger, als selbst die Knochen, einer kränklichen Auflösung oder Aufreibung; wenn sie aber verderben, werden sie aufgelöset, als wären sie geschmolzen 5 .

Eigenen Krankheiten findet man sie kaum unter­worfen. In der Gicht werden sie freylich so vollkom­men aufgerieben, daß sich Knochen auf Knochen reibt, und förmlich polirt 6 .

Sind sie aber verlohren gegangen, so werden sie nicht wieder erzeugt 7 .

§. 23.

In starkem Weingeiste werden sie etwas undurch­sichtiger.

Von schwachen Säuren werden sie nicht ange­griffen.

Von Wasserdampfen aber in einem geschlossenen Topfe zu einer ßZallerte aufgelöset.

5) 2 n diesem Zustande fand ich sie oft bey der Kypbosis-

S- W. Hunter Medical Observations and Inquiries.

Vol. t. p. 343. Desgl. P 0 tt in s. Werken 2. Band.

6 ) Wovon ich eine große Menge trocken, und einige aus- gesprützt in Weingeist besitze. S. meine Abhandlung über Gichtknochen in Blumenbachs medicinifcher Biblio­thek. Dritten Bandes drittes Stück.

7) Doch findet man bisweilen im kranken Zustande eine knorpelige Masse, wo sie nicht seyn sollte. Haase am ang. Ort S- 18- Ich habe noch nie eine nette und reine Knerpelmasse, als krankhaftes Produkt, gefunden, aber wohl oft etwas knorpelöhnliches.