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Knorpelhaut Beinhaut wird; denn von den Knorpel­rinden der Gelenkflachen läßt sich die Knorpelhaut nur in Kindern oder bey Erwachsenen nach sehr langer Einwässerung losschälen.

Nach einer monatlangen Einwässerung lassen sich die Knorpel der Sinnorgane in Fäserchen pflücken, scheinen daher lockerer und deßhalb auch beugsamer, als die übrigen.

Die Ribbenknorpel hingegen zeigen gekocht, oder nach Jahre langer Einwässerung, daß sie aus ovalen Lamellen, und diese aus um einander gewickelten Fasern bestehen, die durch Queerfäserchen verbunden werden. Sie sind deshalb dichter und elastischer.

Den Knorpeln zwischen den Wirbeln, zwischen den Schaambeinen, zwischen dem -üft- und Kreuz­beine, und denen in den Gelenken r , sind deutlich Sehyenfasern beygemischt 2 .

Einige Knorpel bestehen also gewissermaßen aus einem weniger dichten, andere auö einem viel dichte-

2 ) Win slow 6ur la Mechanique des Cartilages semilu- naires Mem. de Paris 1719. p. 157. Albinu» de Sceleto» in der Beschreibung des Schienbeins. Morgagni Adv. anatom. altera Tab. I.

2) Bonns vortreffliche Abhandlung in den Verhandelin­gen v. h. Genootschap te Rotterdam 3. Deel. Tab. 2. 3. 4. Bentleyde sectione Syn^hondroseoa. Arg. 1779.