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nische Phrasen zu helfen. CHemalö- wo viele deutsche Gelehrte im Lateinischen geübter, als im Deutschen waren, mußte wohl zuweilen durch Latein ein Deutscher dem andern verständlich wen den. Auf welcher Akademie aber in Deutfchlande wird heutiges Tags noch in allen Fachern lateinisch gelehrt?

Ob es gut sey, daß die lateinische Sprache ganz verdrängt werde, ist eine andere Frage. Wenn ich aber Deutsch zu lehren vermöge meines Amts verbunden bim so thueich's gerne, so gut als möglich.

Bemüht habe ich mich wenigstens, reines Deutsch zu schreiben, alle unnühen Uebergange zu vermeiden; daß mir aber, der ich sonst gewohnt war, über diesen Gegenstand blos Lateinisch zu schreiben, bey so wenigen deutschen Vorgängern in diesem Fache, nicht irgend eine lateinische Wen­dung übrig geblieben scyn sollte, wird man wohl nicht unverzeihlich finden.

Unsere Muttersprache ist zwar im Ganzen ziem­lich gebildet, vielleicht aber für die Zergliederungs­kunde noch nicht hinreichend, weil der klassischen Schriftsteller in dieser Wissenschaft so überaus wenige sind»

Warum soll man aber, wenn man einen deut­schen Namen geben will, nicht gleich einen passen­den- schicklichen Neuen brauchen, sondern liebet siuen weniger schicklichen Lateinischen blos knechtisch