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2) Gellt der Schnabel, das ist sowohl der Oberkiefer als der Unterkiefer, des grofsen Gavials, abgesetzt, nicht wie der des klei­nen Gavials nur allmählich sich verdünnend vom übrigen Schädel ab.

3) Bilden die Aeste des Unterkiefers beym grofsen Gavial einen sehr starkgewölbten Bogen, beym kleinen Gavial einen sehr flachen.

4) Sind die Augenhöhlen des grofsen Gavials verhältnifsmäfsig zum Schädel nicht nur auffallend kleiner als die des kleinen Ga- vials, sondern auch weiter von einander liegend.

§ 46 *

Von dem kleinen Gavial, dem tenuiroslris , unterscheidet sich unser fossiler Gavial zwar weniger als von dem grofsen gangeticus ,

aber doch wmci kenntlich genug --

1) durch seine regelmäfsig an Gröfse alternirenden Zähne 5

2) durch die Menge seiner Schwanzwirbel, bey übrigens ver­hältnifsmäfsig gleicher Länge des Schwanzes im Ganzen. Deshalb erscheinen die einzelnen Wirbel des Schwanzes gewissermafsen ge­stauchter, mehr breit als lang 5

3) durch die verhältnifsmäfsig gröfsere Länge des Oberschen­kels zum Unterschenkel 5

4) durch die verhältnifsmäfsige Dicke und Länge der klein­sten Zehe der Hinterpfote zu den übrigen Zehen derselben.

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Diesemnach wäre gegenwärtiges fossiles Krokodil etwa folgen- dermafsen zu characterisiren, und weil es, mehr als durch Brief und

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