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der Platz, wo vor hundert Jahren die Ausgrabungen statt hatten, mit dem auch mir aus eigenen Ansichten bekanntem Platze zusam­mentreffe, wo 1816 sich der neue Fund zeigte. Ein Zusammentra­gen dieser Knochen durh Menschenhände, (dergleichen unter andern Spleifs *) sehr gelehrt darzuthun suchte, und welches auch der verewigte König von Würtemberg, als er sich bey der Ausgrabung befand, vermuthete,) ist ihm unwahrscheinlich. Er hält vielmehr dafür, dafs die Knochen mit den Thieren aus der Nähe, wo diese Thiere lebten, zusammen und auf- und eingeschwämmt, und in Rücksicht auf ihre grofse Masse an der niedrigsten Stelle abgesetzt seyen. Seiner fernem sinnreichen Bemerkung zufolge, sind die Con- vexitäten der Stofszähne meistens nach Südwest gekehrt, also in einer Richtung, wie sie eintreten mufste, wenn die Strömung^ dem jetzigen Laufe des Neckars jener Gegend gemäfs von Südost her­kam, und diese Richtung scheint ihm wieder für eine ursprüngliche Auf- und Zusammenschwämmung zu zeugen.

Das Haupt-Argument gegen die Annahme, dafs Menschen­hände zu anfangs diese .Zähne dorthin geschafft hätten, beruht, meiner Einsicht nach, wohl auf der eigenen Beschaffenheit dieser Mammuthsgerippe, welche von der Beschaffenheit des Gerippes nicht nur der afrikanischen, sondern selbst der asiatischen Elcphan- ten wesentlich ab weicht, wie unter andern auch diese schönen Zeichnungen beweisen, welche Hr. G.R. von Göthe für mich von dem Schädel meines Ceylonischen Elephanten fertigen zu lassen die Güte hatte, wenn man sic mit diesen gleich trefflichen Zeichnungen des Schädels des Mammuths von Tilesius vergleicht.

Eine nähere Schilderung dieser merkwürdigen Ausgrabungen bey Canstatt, nebst der dazu gehörenden Abbildung haben wir vom Herrn St.R. v. Kiel meyer zu erwarten.

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*') In der vorhin angeführten Schrift,