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Die mit braunem, dunkelem, porzellanartigem Schmelze be­deckte Krone dieser Zähne hat fast ein dolchartiges Ansehen. Die auswendige Fläche der Krone wird von der inwendigen, durch eine scharfe, schwarze, gezähnelte Kante (fast wie bey den Glossopetern) abgegränzt. Die auswendige Fläche ist nicht nur weniger convex, als die innere Fläche, sondern überdies noch der Länge nach stumpfeckig gleichsam facettirt.

Um diese Schilderung deutlich zu machen, habe ich den am besten erhaltenen Zahn Fig. IIII. yergröfsert, sowohl von der äufse- ren Seite Fig. IIII, als im Durchschnitte Fig. VII. abbilden lassen.

Gerade eben so beschaffene Zähne linde ich an den beyden Schedein vom Tupinambis, deren gefällige Mittheilung ich der Güte des Hrn. Professor Schneider zu Brefslau verdanke. Nur lassen sich die gezähnelten schwarzen Kanten nicht leicht ohne Vergröfse- rurigsglas deutlich wahrnehmen. Also berechtigt uns auch diese Beschaffenheit und Aehnlichkeit der Zähne unseres unbekannten 'Thieres mit den Zähnen des Tupinambis solches den Eidechsen bey-» zugesellen.

So viel ich nach den Zähnen des Mästrichter Thieres, welche ich ehedem theils selbst besafs, und Hrn. Hofrath Ebell zu Bre­men überliefs, theils bey meinem grofsen Lehrer Petrus Cam­per in der Natur sah, und nach den meisterhaften Abbildungen ebendesselben in natürlicher Gröfse *), oder nach den Abbil-

dun-

*) Vortrefflich bildete die Gestalt, die Befestigungsart und die Ansicht beym Wech­seln der Zähne des Maestrichter Thieres in natürlicher Gröfse ab Petrus Camper zuerst iu den Philosophical Transactions 1786. Volume 76, Tab. i 5 . 16. pag. 446 gut copirt in seinen kleinen Sehriften, übersetzt von Herb eil. Dritter Band. Leipz. 1788. weniger treu copirt in Oeuvres de Mr. Camper. Paris i 8 o 3 , fol. Planche VI und VII. Etwas besser, aber auch nicht genau genug copirt bey Faujas St. Fond Hist, de la Montagne de St. Pierre etc.

Pa-