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wenigen Blätter ist Trost zu verschaffen, Leichtsinnige zur Ueberlegung zu bringen, oder jemanden, der nie an den Verlust seiner Augen gedacht hat, dahin, daß er wenigstens daran zu denken anfängt, und sich den Genuß des Lebens nicht vergällt. O! mau braucht nicht völlig zu erblinden, und kann dennoch von dieser Seite sehr unglücklich seyn. Wer je einen Fehler an seinen Augen bemerkt hat, wird wissen, in was für eine Verfassung ihn diese Entdeckung setzte, und was für Zeit die Augenproben Wegnahmen. Der Gedanke: in einem Jahre bist du vielleicht blind, mischt sich in alles ein: er ist der erste beim Erwachen und der letzte beim Schlafengehen; keine Gegend und keine Gesellschaft recht mehr; Nachrichten von neuen Entdeckungen und von neuen Büchern werden mit Unmuth gelesen; selbst in Träumen sieht man sich nicht selten im Spiegel durch Augen entstellt, die