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' Betrachtet man hingegen entweder ein lebendiges oder ein todtes, annoch klares und pralles Auge unter Wasser, so läfst sich, wie in der ersten und zweyten Figur, von keiner der Flächen der Blendung etwas wahrnehmen, sondern sie erscheint wie ein gerader Strich oder als eine gerade Fläche, was sie auch wirklich ist, weil die strahlenbrechende Kraft der Hornhaut in der wässerigen Feuchtigkeit nun jene Verän­derung der Form nicht mehr hervorbringen kann. Denn da die strahlenbrechende Kraft des gemeinen Wassers und der Hornhaut ziemlich gleich ist; so mufs auch die von der Wölbung der Hornhaut herrührende scheinbare Convexität alsdann verschwinden.

Eine speciellere Erklärung dieser Figur kann man aus der Erklärung der zweyten Figur der ersten Tafel entnehmen.

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Gedruckt mit Varrentrapp - und Wennerschen Schriften*

Senckwib. | rrmtj Institut. (