Freylich setzt die Benutzung dieser Tafel bereits einige Kennthifs der einzelnen Theile des Gesichtsorganes zum voraus, indem sie gleichsam das meiste nur näher und genauer bestimmt, manchem nachhilft, und einige wesentliche Tücken in der Kenntnifs dieses Organes ausfüllt.

Ich stellte sie defshalb auch zuletzt in der Ordnung der Tafeln.

Um alles mit gehöriger Deutlichkeit zu bezeichnen, und die Unterscheidung möglichst zu erleichtern, liefs ich nicht nur die linearische Figur gleich unter die ausgemahlte bringen, sondern dieselbe auch noch dreymal im Durchmesser vergröfsern, und die beyden ersten Figuren illuminirent Ohne diese Einrichtung würde die Nachsuchung der Buchstaben zu beschwerlich, die Abbildung der doppelten Blätter mancher Häute unmöglich/ und die Unterscheidung ziemlich gleichförmiger, aber anders gefärbter Theile zu mühsam geworden seyn.

Besonders aber war noch ein solcher vergrofserter Umrifs der Theile des Augapfels unumgänglich nothwendig, um das Verhältnis der Häute zueinander richtiger und schärfer darstellen zu können, als es füglich der Kupferstecher in natürlicher Gröfse erreichen konnte.

Sie dient also nicht blos, wie die andern linearischen Figuren, zur Bezeichnung der Stellen, sondern selbst zur lehrreichsten Versinnlichung der wahren Formen und der wahren Verhältnisse der Umrisse.

Diese Tafel stellt, aufser den Gegenständen, die auf den vorhergehenden Tafeln Vorkommen, ganz eigens dar: .

Die Tage, bimförmige Gestalt, Tiefe, Höhö/ Gröfse oder Weite, Richtung der Achse, Auspolsterung, Rand und Einfassung der knöchernen Augenhöhle.

Die wahre Beschaffenheit des Uebergangs oder des Zusammenhangs der festen

's

Hirnhaut, theils mit der Beinhaut der Augenhöhle, theils der Scheide des Sehenerven, theils den Sehnen einiger. Augenmuskeln. . . ,

Die Tage des Augapfels^ das Verhältnifs der Richtung seiner Achse zur Achse der Augenhöhle, die Art seines Zusammenhanges und seiner Befestigung mit den benachbarten Theilen, seine Umfassung von den Muskeln, und seine Bedeckung von den Augenliedern.

Die wahre Tage der Venenwirbel in der Gefäfshaut, die wahre Tage und Rieh» tung der langen Ciliararterien und der Centralarterie der Markhaut.

Die platte Beschaffenheit des Sehenerven bey seinem Durchgang durch den Knochenkanäl, seine darauf folgende cylindrische Gestalt, Tange, schlangenförmige Krtijnmung und endliche Einpflanzung in den Augapfel.

Die Tage, Richtung, Tänge, Dicke, Gestalt, Beugung, Einfügung, sowohl

26