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Figuren, gleichsam auf der Stelle, sondern ganz eigens auf der lezten Tafel scharf und genau berichtiget worden, so schien es mir doch nicht überflüfsig, diese dem praktischen Augenärzte über alles wichtige Umstände, durch eine vollkommen aus­geführte farbige Figur, ins helleste Licht zu setzen. Auch möchte wohl, als mittlere Schätzung, diejenige Dicke der derben Haut, sowohl in Hinsicht ihres durchsichtigen als undurchsichtigen Theiles, die richtigste und genaueste seyn, welche die ausgemahlte Tafel angiebt.

Eine der dritten Figur gleiche .Idealisirung der ersten und zw _ eyten Figur würde nicht nur überflüfsig sondern selbst wiedersprechend und zweckwiedrig gewesen seyn. Der Hauptzweck bei diesen Figuren ist die Darsellung der Runze- lung der Markhaut, und bei der zweyten Figur insbesondere derjenigen Runzeln oder Falten die das Centralloch verhüllen und die man höchst irrig für die Be­schaffenheit im Leben ausgab.

Ueberdies liefs sich die Wiederholung dieser Tafel zur Anbringung einer Varietät der Blendung in der ersten, neunten und zehenten Figur airwenden, welche zwar nicht oft in dem Grade vorkommt, wenn sie aber vorkommt, die natürliche Beschaffenheit (ich möchte fast sagen Tendenz) der lebenden Blen­dung ungemein erläutert. Allemal nämlich ist die Blendung an der innern Seite schmäler als an der äufsern. Selten so auffallend als hier. Doch sehe ich sie in einer lebenden Person noch sehr viel auffallender.

Der Leser wird ersucht S. 74 in der vorlezten Zeile Vordere statt Untere zu setzen.

ERKLAE.