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der Peripherie des Durchschnittes gleichmäfsige Lösung gegen dieses Centruin hin erfolgt, theils weil das Centralloch selbst, eben weil es ein Loch oder eine Lücke ist, eine Zusammenrunzelung gegen sich am leichtesten gestattet.
Diese Verhüllung des Centrallochs mittelst jener Falten, scheint mir auch die wahre Ursache zu seyn, warum es, bey so häufigen und feinen Untersuchungen menschlicher Augen bis auf mich unentdeckt blieb. Um also andern Physiologen nicht nur den physischen Grund sichtlich darzulegen, warum das Centralloch so lange sich den Augen der Forscher entzog, sondern auch um hierbey zugleich, die gewifs nicht unbedeutende Eigenschaft der Markhaut, sich nach dem Tode beym Zerschneiden gegen dieses Centralloch hin zusammenzuziehen und in sternförmige Falten zu runzeln, augenscheinlich darzustellen; fand ich mich bewogen, die erste und zweyte Figur nicht zu idealisiren oder so abzubilden, wie sich diese Flaut im Leben verhält.
Denn im Leben liegen die drey Häute des Augapfels, nämlich die derbe Haut, die Gefäfshaut und die Markhaut mit dem zwischen ihnen befindlichen schwarzen Schleim (Z>.) und schwarzen Pigmente (d.) glatt gespannt und dicht um und aneinander, wie die dritte Figur dieser Tafel und die linearischö Figur der* achten Tafel deutlich genug vorstellen.
Dritte Figur.
Untere Plälfte eines horizontal halbirten linken Augapfels aus einem erwachsenen Manne in den besten Jahren. Dieser Augapfel ward im frischesten Zustande ohne einige künstliche Vorbereitung zerlegt und auf der Stelle abgebildet.
Diese Halbirung des Augapfels in horizontaler Richtung, ist der Halbirung in senkrechter Füchtung, die in der ersten und zwöyten Figur dargestellt ist, so entgegengesetzt, dafs sie sich einander in einem rechten Winkel schneiden. Da die untere Hälfte der oberen vollkommen gleich und ähnlich ist; so ist auch nur die untere allein abgebildet worden.
Um verschiedenes deutlicher bezeichnen zu können, sah ich mich genöthiget, den oberen Theil der linearischen Figur doppelt so grofs vorzustellen.
Dieser Augapfel ist von mittlerer Gröfse. Seine Häute sind folglich weder über- mäfsig dick, noch ungewöhnlich dünne. Seine Achse ist zwischen 3. d . und sein gröfster Queerdurchmesser zwischen c . u, u . der oberen Figur begriffen. a*b.c.d.6. Derbe Haut des Augapfels, a. Vorderer Theil der derben Haut, welcher gleichsam plötzlich erweitert in die Hornhaut übergeht, b. Dünnes ter Theil der derben Flaut, welcher durch die Sehnen der geraden Muskeln