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Kegels der nämlichen Augenhöhle, und des äufseren Randes desselben stellt die siebente Tafel vor.

Da die Umfangsflächen der auf solche Art durchschnittenen Kegel der Augen­höhlen in einer Ebene liegen; so liefs ich, um nicht leicht irren zu können, diese Flächen mit Farbe bestreichen und auf Pa2)ier abdrucken. Zuverläfsig war diefs die leichteste Art, die Hauptumrisse aufs richtigste und schärfste zu erhalten.

Indem ich mich des linken von diesen genau abgezeichneten Kegeln als Grundlage zu den Zeichnungen der übrigen sechs Figuren bediente, war ich völlig sicher, dafs sie keine übertriebene Gröfse erhalten konnten.

Zugleich benutzte ich diese Gelegenheit der Schedelabbildung, um von folgenden, auf das Gesichtsorgan Bezug habenden Gegenständen, entweder eine neue oder eine berichtigte Abbildung zu liefern, z. B. die Ausschweifung auf der Pyramide des Schlä­febeins (A.) für den fünften Hirnnerven, und die Flucht der Ausschweifung gegen das ovale Loch und die obere Augenhöhlspalte hin, fand ich nirgends zu dieser Absicht brauchbar dargestellt. Durch die genaue Abbildung dieser Ausschweifung, Löcher und Kanäle, war ich sodann im Stande, die wahre Lage und Richtung des zweyten, dritten, vierten, fünften und sechsten Hirnnerven innerhalb der Schedelhöhle in der fünften Figur darzustellen, so dafs man nun deutlich sieht, auf welche Weise diese aus entfernten Gegenden des Hirns entspringenden fünf Nervenpaare sich gleichsam zusammendrängen, um in die Augenhöhle zu gelangen.

Zum Bewundern genau treffen die Nerven der fünften Figur mit meiner schönen Abbildung der Basis des Hirns-von Alix (Tabula Baseos encephali Francof. 1799. fol.) aufs genaueste zusammen, so dafs man diese Nerven nun von ihrer Centralendigung an bis zu ihrer peripherischen Endigung vollständig dargestellt besitzt.

Ferner fand ich eben so wenig die Entfernung der rechten Augenhöhle von der linken durch die dazwischen sich befindende Zellchen der Nasenhöhle genau genug dargestellt, als die Ausschweifung im Knochen für denThränensack, von oben angesehen.

Auch das eigen gestaltete Netz der Arterien der Beinhaut, womit die Augenhöhle ausgekleidet ist, schien mir eine eigene Abbildung zu verdienen.

Erste Figur.

Vorderer Theil der unteren Hälfte eines horizontal durchschnittenen männlichen Scliedels eines Türken. Der Schnitt ward so geführt, dafs er die rechte und linke Augenhöhle in eine ziemlich gleiche obere und untere Hälfte theilte. Die untere Hälfte wird auf dieser Tafel, die obere Hälfte auf der siebenten Tafel dargestellt.